Vor 45 Jahren errechneten Wissenschaftler, dass sich die gesicherten Ölreserven in einer Größenordnung von ca. 40 Milliarden Tonnen bewegen. Nach neuesten Einschätzungen gehen seriöse Wissenschaftler von gesicherten Ölreserven in einer Größenordnung von über 229 Mrd. Tonnen aus. Und das bei einem immens gestiegenen weltweiten Ölverbrauch, der heute bei jährlich ca. 3,9 Mrd. Tonnen liegt. Als gesicherte Ölreserven bezeichnet man diejenigen Vorkommen, die mit den heutigen zur Verfügung stehenden Techniken wirtschaftlich gefördert werden können. Auf über 300 Mrd. Tonnen werden weitere Reserven geschätzt, die erst mit aufwendiger, heute noch nicht wirtschaftlicher Technik gefördert werden könnten.
Wichtige Gründe, weshalb die Ölreserven so gestiegen sind:
- Die Fördertechniken werden immer besser. Die Ölquellen können wesentlich gründlicher "entleert" werden als in der Vergangenheit.
- Neue Techniken erschließen Ölvorkommen im Tiefseebereich. Die Förderung wird noch unabhängiger vom Land und den Küstenbereichen.
- Die Erfolgsquote bei neuen Bohrvorhaben ist um ein Vielfaches höher als in der Vergangenheit.
- Zu den weltweiten Ölreserven zählen nur durch Bohrungen bestätigte und mit heutiger Technik förderbare Vorkommen. Alle diese Betrachtungen haben nur einen statistischen Wert.
- Neue Bohrtechniken erlauben heute schon, Bohrungen bis zu 3.000 Metern Wassertiefe vorzunehmen.
- Wenn man bedenkt, dass 5/7 der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, dann wird deutlich, was für ein ungeheures Potenzial dort noch schlummert.